Die Bremer Stadtmusikanten

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN

Ein Märchen der Gebüder Grimm

Es hatte ein Mann einen Esel, dessen Kräfte zu Ende gingen.

Er wollte ihn loswerden, aber der Esel machte sich auf den Weg nach Bremen, um Stadtmusikant zu werden.

Nach einer Weile fand er einen Hund auf dem Weg.

„Was jappst du so?“, fragte er.

„Weil ich alt bin, wollte mich mein Herr totschlagen. Ich habe Reißaus genommen.“

„Ich werde Stadtmusikant in Bremen“, sprach der Esel, „komm doch mit!“

Später sahen sie eine Katze, die ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter machte und klagte, dass ihre Besitzerin sie ersäufen wollte.

„Geh mit uns nach Bremen“, sagten sie und die Katze kam mit.

Da saß auf einem Hof ein Hahn, der krähte:“ Die Hausfrau will mich morgen in der Suppe essen.Nun schreie ich, so lang ich kann!“

„Zieh mit uns nach Bremen!“, sagte der Esel, „etwas Besseres als den Tod findest du überall!“

Auf dem Weg in die Hansestadt nahmen sie ein Räuberhaus in Beschlag.Die Räuber flohen, die Vier hatten das Haus für sich.

Das Schicksal selbst in die Hand nehmen, etwas riskieren und gemeinsam Ziele verfolgen – die „Moral von der Geschicht“ ist vielfältig, es gibt Spannendes und viel Platz zum Ausschmücken beim Nacherzählen.

Heute kann jeder, der sich etwas von den Stadtmusikanten wünschen will, auf dem Liebfrauenkirchhof beide Vorderfüße des Esels umfassen, damit die Wünsche in Erfüllung gehen.Die zwei Meter hohe Bronzeplastik entstand 1952 als ein Werk des Bildhauers Gerhard Marcks (1889-1981)