Die Sögestrasse

„Wir treffen uns bei den Schweinen…“

Was für den auswärtigen Besucher befremdlich klingen mag, ist für den Bremer ein eindeutiger Hinweis, dass die Verabredung in der Sögestraße stattfindet.

Genauer gesagt bei der bronzenen Skulptur „Schweinehirt und seine Herde“.

Die illustre Gruppe nach dem Entwurf des Bildhauers Peter Lehmann mit fünf Schweinen und drei Ferkeln sowie einem Schweinehirten mit Hund, wurde von den Kaufleuten der Sögestraße bei der Einrichtung der ersten Bremer Fußgängerzone finanziert.

Bei der Einführung in den 1970er Jahren gab es dazu einen riesen Aufschrei.

Die Befürchtung, nicht mehr gut erreichbar zu sein, bewahrheitete sich nicht.

Heute ist nicht mehr vorstellbar, dass Autos durch die Straße fahren.

Alles Geschichte, jetzt heißt es: Anfassen, draufsetzen und Spaß haben ist hier ausdrücklich erwünscht.

Fotogen ist die Truppe außerdem.

Dank des kostenfreien WLANs können von hier aus virale Grüße in die weite Welt geschickt werden.

Und warum Sögestraße?

Die Sögestraße ist eine der ältesten Straßen der Stadt. „Söge“ bedeutet „Sau“ bzw. „Schwein“ und erinnert an Schweineherden, die hier entlang zur Bürgerweide getrieben wurden.

Im Mittelalter lebten in der Sögestraße vor
allem Bäcker und Bierbrauer und mit den Resten ihres Handwerks konnten die Borstenviecher gut gefüttert werden.